1. Einleitung
Aktuelle Daten aus Umfragen zeigen, dass die EU trotz
anhaltender Krisen, wie dem Ukrainekrieg, der Energie- sowie der Migrationskrise,
immer noch eine sehr stabile Zustimmung innerhalb ihrer Bevölkerung erhält
(Sandor & Kollen, 2026). Fast die Hälfte (49%) der EU-Bürgerinnen und
Bürger haben ein „insgesamt positives“ Bild von der EU. Hier gegenüber stehen
lediglich 17% mit einem negativen Bild. Noch deutlicher wird die Zustimmung in
Sachen EU-Mitgliedschaft, hier sehen 62% die Mitgliedschaft ihres Landes als eine „gute Sache“. In vielen Ländern, darunter auch Deutschland, das zeigt die
Erhebung außerdem, genießt die EU sogar ein höheres Vertrauen als die nationale
Regierung. So erreicht die Regierung Merz im Schnitt 3,7 von 10 möglichen
Punkten auf der Skala in dieser Kategorie, während die Europäische Union 4,5
Punkte erhält.
Auch wenn die Europäische Union diese Zustimmung medial als
Sieg wertet, muss dieser vermeintliche Triumph kritisch betrachtet werden. Eine grundlegende Zustimmung ist nicht mit einer
bedingungslosen Treue zu verwechseln. So liegt Deutschland zwar im
EU-Durchschnitt, was Vertrauen angeht, aber der absolute Blickwinkel verrät,
dass 4,5 von 10 Punkten wahrlich nicht uneingeschränkt ist. Zustimmung ist
nicht die Abwesenheit von Kritik. Außerdem schwankt je nach Politikfeld die
Zustimmung respektive Ablehnung. Eine positive
Grundhaltung zum gesamteuropäischen Projekt schließt kritische
Auseinandersetzung nicht aus, sondern, im Gegenteil, beinhaltet sie. Fragen
nach der Identifizierung von Defiziten und der generelle Diskurs über mögliche
Verbesserungen prägt die öffentliche Wahrnehmung.
Dabei ist die öffentliche Wahrnehmung grundlegend für die Legitimation einer Regierung, auch wenn diese international agiert. Dieter Grimm (2022) spricht mit seinem Befund von einer „national fragmentierten“ Öffentlichkeit einen entscheidenden Aspekt in der Europäischen Union an: Während Entscheidungen supranational getroffen werden, ist die Berichterstattung auf die einzelnen Mitgliedstaaten aufgeteilt. Das Sprachrohr zwischen Regierenden und Regierten ist fragmentiert. Damit erschwert sich nicht nur eine gemeinsame Berichterstattung, sondern diese Tatsache nimmt auch Einfluss auf die Gesamtwahrnehmung der Europäischen Union. Genau die Untersuchung dieser Berichterstattung ist Ziel und zentrales Element dieser Arbeit. Dabei konzentriert sich die Arbeit zunächst auf den politikwissenschaftlichen Hintergrund, ehe sie sich mit deutschen Leitmedien auseinandersetzt und ihre Narrative ausmacht. Anschließend wird mit einer theoretischen Rückbettung verglichen, ehe das Fazit gezogen wird. Dabei wird argumentiert, dass die Berichterstattung sich durch einheitliche politische Bewertungen oder vielmehr durch unterschiedliche journalistische Logiken unterscheidet. Grundlegend ist die Frage: Welche Narrative über die Europäische Union werden in ausgewählten deutschen Medien konstruiert und wie stehen sie zu politikwissenschaftlichen Beschreibungen?
2. Der politikwissenschaftliche Hintergrund
2.1 Die Europäische Union als politisches System
Ohne einen zu tiefgreifenden Aufriss der europäischen
Politik seit dem Zweiten Weltkrieg zu riskieren, muss dennoch ein Blick auf die
Geschichte oder zumindest die ursprünglichen Grundaspekte der europäischen
Integration geworfen werden. Aus diesen Grundgedanken, aus denen später die
Europäische Union hervorging, lassen sich durchaus Muster und Konzepte
herauskristallisieren, die auch über 60 Jahre später die Integration und das
Wesen der EU leiten. Werner Weidenfeld (2021) beschreibt den Integrationsprozess
direkt nach dem Kriegsende nicht als „hehren Selbstzweck“, sondern als „Ausdruck
interessengeleiteter Politik“. Dabei macht Weidenfeld fünf Motive der
europäischen Integration aus:
- Der Wunsch nach neuem Selbstverständnis: Nach den nationalistischen Regierungen sollte dem neuen Europa die Demokratie als Gemeinschaft zugrunde liegen.
- Der Wunsch nach Frieden und Sicherheit: Ein geeintes Europa sollte nicht nur innerhalb der eigenen Grenzen für Frieden sorgen, sondern auch vor der Gefahr einer kommunistischen Expansion schützen.
- Der Wunsch nach Freiheit und Mobilität: Hier wird der Abbau der Grenzen und die Erleichterung des Güter-, Personen- und Kapitalverkehrs beschrieben, die vor dem Krieg deutlich erschwert wurde.
- Die Hoffnung auf wirtschaftlichen Wohlstand: Ein vereinigtes Europa sollte auch für wirtschaftliche Stabilität und damit verbundenen Erfolg sorgen. Der gemeinsame Markt sollte für Effizienz sorgen.
- Die Erwartung gemeinsamer Macht: Nach dem Einbüßen ihrer internationalen Macht wollten die westeuropäischen Staaten diese Macht besonders in Hinblick auf die Supermächte USA und UdSSR zumindest teilweise zurückgewinnen.
Diese Leitmotive prägen immer noch in der Gegenwart und sind zentral für die europäische Integration und legen die Grundlage für das politische System sowie die institutionelle Struktur der Europäischen Union. Durch die Teilintegration zahlreicher Bereiche vermischten sich Belange und Zuständigkeiten, neue Bedürfnisse entstanden und mussten ebenfalls reguliert werden. Dieser sogenannte „spill over-Effekt“ ist grundlegend für die Komplexität der Institutionen und dem politischen System, das sich aus diesen Integrationsmotiven entwickelt hat.
Was in der Literatur wie bei Mann (2009)
als „system sui generis“, zu Deutsch ein System seiner eigenen Gattung,
bezeichnet wird, beschreibt das Dasein der EU als eine Art Mischform. So wie
das Schnabeltier Merkmale eines Säugetiers sowie eines Reptils aufweist, erfüllt die EU Teilaspekte von
internationalen Organisationen, jedoch auch gleichzeitig Elemente nationaler
politischer Systeme (Staaten). Es ist die Kombination von supranationalen und
intergouvernementalen Elementen. Mitgliedstaaten behalten ihre eigenen,
zentralen Kompetenzen, müssen sich jedoch zeitgleich europäischen Institutionen
wie der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament oder dem Rat der
Europäischen Union unterordnen (Weidenfeld, 2021).
Diese zahlreiche Auf- und Verteilung von
Handlungskompetenzen verschwimmt zu einem Mehrebenenmodell, da auf
europäischer, nationaler und sogar in Teilen regionaler Ebene Entscheidungen
getroffen werden (Jachtenfuchs, 2003). Klar wird: durch die Vielschichtigkeit der
Handlungskompetenzen sowie der zahlreichen Vermischung der Zuständigkeiten
zwischen regionaler, nationaler und europäischer Ebene sowie dem Dasein als
„system sui generis“ oder „Schnabeltier“ wirkt die Europäische Union qua ihrer
Natur komplex. Diese über Jahrzehnte verfochtene Struktur adäquat
aufzuschlüsseln und jeweils ereignisorientiert darzustellen, ist unmöglich.
Auch deshalb wirkt die EU für die breite Öffentlichkeit oft schwer verständlich
und zieht unmittelbar die Frage nach Legitimität mit sich.
2.2 Demokratiedefizit durch Komplexität
Es bleibt also festzuhalten, dass die Europäische Union selbst durch die Politikwissenschaft nicht eindeutig kategorisiert werden konnte, und die Neuschöpfung eines Begriffs forderte, dem „system sui generis“. Was die Politikwissenschaft schon vor eine Herausforderung stellte, ist für die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger noch vielfach komplexer. Die EU wird zu einem nicht greifbaren, entfernten Komplex. Besonders die technokratischen Elemente und der fehlende demokratische Wettbewerb des „Schnabeltiers“ sorgen für wenig Transparenz und lassen die Entscheidungen ebenfalls komplex erscheinen (Føllesdal & Hix, 2006).
Andrew Moravsik (2002) bestreitet
ein Demokratiedefizit insofern, als indirekte Legitimierung normal für
internationale Organisationen sei und die EU durch die demokratisch gewählten
Regierungen, die wiederum in der EU demokratisch abstimmen, ausreichend legitimiert sei. Einig ist man sich über eine indirekte Legitimation, nicht aber über die Frage, ob diese Legitimation ausreicht. Hix & Høyland (2011)
betonen die dominante Rolle der exekutiven Elemente wie dem Europäischen Rat, und auch Vauchez (2017) schlägt einen ähnlichen Weg der Argumentation ein, wenn
er über ein „Europa der Unabhängigen“ schreibt. Für den Bürger erschwert diese
Technokratie die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen und erhöht die Distanz
zur Politik: das macht die Identifizierung und den Vertrauensgewinn in die EU
schwer.
Dieser komplizierte Sachverhalt ist jedoch nur die eine
Perspektive des Defizits. Erschwerend hinzu kommt der Befund der fehlenden Öffentlichkeit. Ein entscheidender Teil der Identifikation und dem Vertrauen in
die EU ist die öffentliche Wahrnehmung. Können sich Bürgerinnen und Bürger
nicht mit dem System identifizieren, erschwert das die Bedingungen für eine
politische Identität, die sich durch die gesamte europäische Integration zieht
(Haltern, 2025). Um die bereits erwähnten Rufe nach einer gemeinsamen europäischen Öffentlichkeit (Grimm, 2022) zu manifestieren, bedarf es einer
gemeinsamen europäischen Medienwelt. Schlussendlich obliegt es nämlich auch
diesen Akteuren, dem EU-Bürger das Handeln in Brüssel zu vermitteln.
2.3. Die benötigte europäische Öffentlichkeit
Der kritische Befund Grimms (2022) beginnt bei der Wurzel der Demokratie: den Wahlen. Diese finden in der Europäischen Union alle fünf Jahre statt. Jedoch erhält hier schon die Glaubwürdigkeit einen Knacks: Bürgerinnen und Bürger wählen nationale Parteien, die sich dann erst zu europäischen Fraktionen zusammenschließen. Dabei leidet vor allem die Repräsentationsfähigkeit des Parlaments, das – anders als das in nationalen Parlamenten der Fall ist – nicht seiner Aufgabe gerecht werden kann, zwischen politischen Institutionen und Bürgerinnen und Bürgern zu vermitteln, selbst wenn es starke europäische Parteien gäbe. Denn der öffentliche Diskurs, der in nationalen Demokratien herrscht, ist nicht auf die Europäische Union und ihre Nationen übertragbar, weil es keinen europäischen Diskurs gibt. Dieser wird zwar durch Medien in den Nationen diskutiert, allerdings nur fragmentiert innerhalb der Staaten. Maßgeblich bei der Entwicklung einer europäischen Öffentlichkeit ist die Rolle der Medien, die insbesondere in Zeiten von rasantem Wachstum sozialer Netzwerke durch ihre Standards und ihre Etablierung nachhaltige Narrative über europäische Politik schaffen können und prägen. Die Identifizierung und Untersuchung dieser Narrative nimmt diese Arbeit vor. Dabei konzentriert sie sich insbesondere auf die deutsche Medienlandschaft.
3. Methodik
Ziel der Analyse ist es, wiederkehrende Deutungsmuster in
der medialen Darstellung der Europäischen Union zu identifizieren. Hierzu wird
eine vergleichende Analyse von insgesamt 11 Artikeln in Bild.de, Faz.net und
Sueddeutsche.de, durchgeführt. Dabei ist die Bewertung der einzelnen Artikel
nicht zentral, sondern die Identifikation und Rekonstruktion struktureller Narrative,
die sich durch die Berichterstattung ziehen.
Bei der konkreten Auswahl der Artikel ist es wichtig, das in den Medien vorhandene Spektrum zu übernehmen und möglichst
mediengetreu nachzustellen. Ziel der Analyse ist es, die Wahrnehmung der
Europäischen Union zu verstehen, die das jeweilige Medium an die EU-Bürgerinnen
und -Bürger vermittelt. Dabei sind Agenturmeldungen, die meist kommentarlos
übernommen werden, ungeeignet. Meinungsbeiträge, Kommentare, Analysen und
insbesondere Leitartikel sind Gegenstand der Untersuchung, da diese maßgeblich
für die jeweiligen Medien sind. Relevant ist hier ebenfalls die Vielseitigkeit
der Artikel: so sind Leitartikel in der Regel für ein breiteres Publikum
vorgesehen als beispielsweise Kommentare oder Analysen.
Auch auf inhaltlicher Ebene muss gefiltert werden. So sind
insbesondere kontroverse Themen geeignet, die aufgrund ihrer Tragweite relevant sind und deshalb adäquate Berichterstattung aufseiten der
Medien erfordern. Zudem gilt es nicht, Inhalte oder Darstellung zu kritisieren,
sondern vielmehr Deutungsmuster zu destillieren, Muster zu erkennen und
Narrative festzumachen, die die ausgewählten Medien erschaffen. Einbezogen
wurden ausschließlich Beiträge, die der Europäischen Union die Handlungsfähigkeit
als politischer Akteur zuschreibt. So wird sichergestellt, dass die Texte
wirklich Narrative über die Europäische Union verbreiten.
Die Auswertung erfolgt anhand zentraler Analysekategorien, die sowohl theoriegeleitet als auch aus dem Material entwickelt wurden. Hierzu zählt die Zuschreibung von Verantwortung, die Bewertung institutioneller Komplexität und die Darstellung des Verhältnisses zwischen EU und Bevölkerung. Hieraus werden wiederkehrende Narrative analysiert und verglichen. Methodisch orientiert sich die Untersuchung an einer qualitativen Inhaltsanalyse mit narrativem Fokus.
4. Narrativanalyse
Die vorherigen Ausführen haben bereits gezeigt, welche wichtige Rolle Medien in der Verankerung von politischen Systemen und somit auch der EU innehaben (Haltern, 2025). Dabei liegt es in der Natur der Sache, dass gewisse Narrative entstehen, um die Berichterstattung zu vereinfachen und den Lesenden an das Medium zu binden. Bevor die Analyse tiefgreifender wird, sind hier einige erste Beobachtungen sowie Auffälligkeiten festgehalten:
- Die Berichterstattung der Bild folgt einem stark emotionalisierenden Deutungsmuster, in dem Sachverhalte zugespitzt und Personen Verantwortungen zugeschrieben werden. Die Reduktion komplexer politischer Prozesse und die wertende Sprache verfestigt das Bild.
- Außerdem ist bemerkenswert, dass die Europäische Union häufig als handelnder Akteur personifiziert wird. Instanzen werden am Rande erwähnt, die EU scheint einheitlich zu handeln. Dabei wird vor allem bei der Bild oftmals eine Politikerin bzw. ein Politiker mit der jeweiligen Neuigkeit verknüpft, was – zumindest auf den ersten Blick – wie eine subtile Schuldzuschreibung wirkt.
- Bürokratie ist ein zentrales Element der Berichterstattung. Oft wird auf Distanz verwiesen, die zwischen „Brüssel“ und dem Alltag, in dem die Verordnung wirkt, besteht, die beispielsweise der fiktive Herr Meier in seiner Gaststätte in Hannover umsetzen muss.
Ob und inwiefern diese ersten Eindrücke zutreffen, zeigt die
konkrete Analyse und Auseinandersetzung mit Artikeln der ausgewählten Medien.
Dabei beginnt die Untersuchung mit einem zentralen Aspekt der
EU-Berichterstattung, dem Faktor Bürokratie.
4.1 Die Europäische Union und ihre Bürokratie
Das Bürokratienarrativ hängt schon lange mit der Europäischen
Union zusammen und ist in den analysierten Artikeln zentral. Dabei sind vor
allem Artikel der Bild zentral für die Untersuchung. Bei den hier
untersuchten Artikeln handelt es sich um einen Kommentar von Albert Link („Es
reicht mit ‚gut gemeint‘, EU!“) sowie regulären Beiträgen von Auermann („EU
bringt 2025 insgesamt 1456 neue Gesetze auf den Weg“) und Loevenich („Sinnlos-Papierkram
statt Arbeit: Bürokratie treibt unsere Handwerker in den Wahnsinn“), die
alle auf bild.de erschienen sind. Aus der FAZ wurde „EU-Nachhaltigkeitsregeln:
Dieser Bürokratieabbau ist für die EU gefährlich“ von Geiser & Höra
analysiert, aus der Süddeutschen Zeitung der Artikel „Streit um
Haushalt: Neun EU-Länder wenden sich gegen noch mehr Brüsseler Bürokratie“
von Diesteldorf.
Schon die unterschiedlichen Titel vermitteln einen ersten Eindruck, in welche Richtung die jeweiligen Artikel führen. Dabei sei nochmals angemerkt, dass sich die Ansprüche der jeweiligen Medien unterscheiden, so unterscheiden sich schon die Überschriften enorm. Während die Bild emotional negativ („Es reicht“, „Sinnlos-Papierkram“, Link (2025), Loevenich (2026)) berichtet, bleiben Süddeutsche und FAZ neutral und spezifizieren sogar („Dieser Bürokratieabbau“, Geiser & Höra, 2025). Auermann (2026) verdeutlich, welches Narrativ zumindest bei Axel Springer für die EU geschaffen wird: „Gesetzes-Wahnsinn“.
Bürokratie wird als grundlegend negativ dargestellt, dabei werden die Lesenden bewusst mit großen Zahlen konfrontiert, um die Auswüchse des „Gesetzes-Wahnsinns“ zu verdeutlichen. Die „große Zahl“ soll „große Bürokratie“ belegen. Dabei wird vernachlässigt, dass es sich hier um 1456 Rechtsakte innerhalb eines ganzes Jahres – oder um bei großen Zahlen zu bleiben: 365 Tagen - handelt, keine Gesetze. Nur bei der genauen Lektüre fällt diese Feinheit auf. So sind Rechtsakte oft auch einfach kleine Details, die geändert werden müssen, wie die Europäische Kommission (2017) deklariert. Beispielsweise kann ein neues Insektenmittel für unbedenklich erklärt werden und somit für den Gebrauch in der EU freigegeben werden, was schon als Rechtsakt gilt.
Auch der Vergleich mit
2010 wirkt auf den ersten Blick verstärkend auf die enorme Bürokratie und weckt
den Eindruck, dass die Bürokratie so stark wie seit fünfzehn Jahren nicht
vorhanden ist. Inwiefern die aktuelle Europäische Union mit der vor fünfzehn
Jahren vergleichbar ist, ist zudem fragwürdig. Zum Vergleich: das Land
Baden-Württemberg hat 2025 160 Gesetzesblätter veröffentlicht. Diese beinhalten
meist mehrere Anordnungen, die im EU-Kontext als Rechtsakte deklariert werden
müssten. Mit der Annahme, dass circa 2-3 Rechtsakte pro Blatt verabschiedet
werden, hätte allein Baden-Württemberg mit circa 2,4 % der Einwohnerzahl schon
ein Drittel der Rechtsakte. Dieser Kontext rückt die bisherige Darstellung in
ein anderes Licht, ebenso wie die FAZ, die sich auf eine Umfrage des
Eurobarometers beruft und zeigt, dass lediglich 28% der Unternehmen Bürokratie
als größtes Problem sehen, was Deutschland auf Platz 18 im EU-Vergleich hievt
und das Problem „Bürokratie“ einordnet (Geiser & Höra, 2025).
Eine differenziertere Darstellung findet sich in dem Artikel von Jan Diesteldorf (2026), der zwar auch Bürokratieabbau als Ziel formuliert, aber die interne Zielsetzung von der Leyens stärker betont und den offenen Brief einiger Mitgliedsstaaten erwähnt, was die strukturellen Herausforderungen einer Organisation in dieser Größe verdeutlicht. Bürokratie ist hier nicht zwangsläufig negativ, sondern ein natürlicher Teil eines Entscheidungsapparates und Teil institutioneller Strukturen. Dabei ist auch von der Leyen selbst von großer Relevanz. Auermann (2026) erwähnt ihr Wahlversprechen und zitiert daraus, stellt dann „die Realität“ vor. Diesteldorf (2026) referiert das Gleiche, beschreibt aber die Umsetzung des Bürokratieabbaus als langwierigen Prozess, nicht als Handlung, die ohne Weiteres umgesetzt werden kann.
Der Unterschied wird klar: Bei der Bild wird von der Leyen als eine Akteurin dargestellt, deren politische
Versprechen in der Berichterstattung kritisch eingeordnet werden. Bei der SZ steht der komplexe politische Prozess im Vordergrund, der andauert. Besonders
die hohe Ambivalenz dieses Themas, die bei Diesteldorf (2026) abgebildet und
bei Auermann (2026), Link (2025) und Loevenich (2026) exemplarisch für die Bild vereinfacht dargestellt wird wird, zeigt das Narrativ.
Alle drei Medien sind sich über die Vorteile von Bürokratieabbau einig und
bewerten die aktuellen Maßnahmen kritisch. Dabei konzentriert sich die Bild auf einzelne Personen wie von der Leyen und spitzt die aktuelle Lage der
Bürokratie zu, während die Süddeutsche Zeitung den politischen Prozess
transparent und ambivalent darstellt und die Frankfurter Allgemeine Zeitung zudem die Problematik dahinter durch wissenschaftliche Studien einordnet.
4.2 Die Europäische Union als elitäres Machtzentrum
Teile dieses Bürokratie-Narrativs manifestieren sich in
einem zweiten großen Narrativ, das eng mit der Bürokratie verknüpft ist. Dabei
handelt es sich um die Entkopplung der EU
von der Bevölkerung. Inwieweit ist „Brüssel“ von der Realität entfernt?
Auch in dieser Analyse geht der Blick zuerst auf die Bild und die Artikel „EU-Mitarbeiter bekommen 7. Gehaltserhöhung in 3 Jahren“ (Hoeren, 2025a), „Zahnärzte laufen Sturm gegen EU-Bürokratie“ (Klostermann, 2024) sowie bereits behandelte Artikel. Der Vergleich mit der SZ und „Wenn grüne Ambitionen zur Bürde werden“ (Diesteldorf, 2025) sowie FAZ und „Brüssel will Europa „einfacher und schneller“ machen – aber nur ein bisschen“ (Mussler, 2025). Ein besonderer Fokus liegt hierbei weniger auf der Aktualität als auf der Darstellungsweise, die hier besonders relevant ist.
Dabei konzentriert sich die Berichterstattung
auf Personen. Hoeren (2025a) echauffiert sich beispielsweise über die „siebte
Gehaltserhöhung“ von Beschäftigten der EU-Institutionen („Frechheit!“) . Hören (2025b)
berichtet neun Monate später über eine weitere Gehaltserhöhung und schafft das
klassische Narrativ „Elite vs. Bevölkerung“. Ein entscheidendes Wort in diesem
Kontext ist „Eurokraten“ (Hören, 2025a). Diese Bezeichnung für die
EU-Institutionen zeigt beispielhaft, wie diese geframt werden. Im medialen
Diskurs fungiert dieser Begriff wie eine Art Markierung der „Elite“, da über die semantische Ebene Begriffe wie „Plutokrat“ oder
„Aristokrat“ unterschwellig mitschwingen. Weder bei der FAZ noch der SZ ist
eine vergleichbare Berichterstattung zu diesem Thema zu finden.
Doch nicht nur auf finanzieller Ebene wird über eine
Entfremdung zwischen der Theorie „in Brüssel“ und der Praxis berichtet, auch
die fachliche Ebene spielt eine Rolle. Loevenich (2026) setzt EU-Verordnungen in Beziehung zu den deutschen Handwerkern, die das Bild einer
technokratischen Elite zeichnet, die dem Handwerk schaden. Wieder das Narrativ:
die „EU-Bürokraten“ (Klostermann, 2024) im Kontrast zu den „einfachen Leuten“,
seien es Handwerker wie bei Loevenich (2026) oder Zahnarztpraxen wie bei
Klostermann (2024). Bei letzterem Artikel ist die Dramatisierung ein
entscheidender Faktor: Während die Europäische Chemikalienagentur Ethanol
lediglich neu bewertete, zeichnete die Bild ein Szenario des „Blackouts des
deutschen Gesundheitswesen“ und konstruiert in dieser möglichen Zukunft die
„Lahmlegung“ des Gesundheitswesen. Die Grenze zwischen Neubewertung aufgrund
neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und einem „Beschäftigungsverbot“, das
„drohe“, wird nicht klar abgetrennt. Später sollte die Agentur trotz aller Aufregung Ethanol für die bisherige Verwendung weiterhin empfehlen.
Die Skandalisierung konstruiert jedoch das Bild der „bürokratischen
Übergriffigkeit“, die angeprangert wird.
Bei einer Erweiterung des Blickfeldes auf SZ und FAZ fällt auf, dass auch hier eine gewisses Machtgefälle gezeigt wird. Mussler (2025) setzt Ursula von der Leyen als Gesicht der Europäischen Kommission in Szene, wenn sie das Artikelbild ist. Auch hier ist eine gewisse Elitenkritik zu verzeichnen, die zwar reformwillig ist, aber „nur ein bisschen“. Der Reformwille, der hier suggeriert wird, ist ein entscheidendes Narrativ und stellt klar, dass die vermeintliche Elite der Bevölkerung entgegenkommen möchte. Dabei wird die Komplexität der Entscheidungen erwähnt, die zwangsläufig in diesem System entsteht. Eine gewisse Undurchsichtigkeit wird durch das Scholz-Zitat trotzdem konstatiert, hier geht die Kritik jedoch auf eine inhaltliche Ebene und erinnert an Vauchez‘ Demokratiedefizit (2017).
Bei der Süddeutschen und Diesteldorf (2026) gilt
ähnliches: Von der Leyen wird, aufgrund ihres Amtes als Chefin der
EU-Kommission, in den Mittelpunkt gestellt und Politik als das
Wechselspiel, was Entscheidungsfindungen beeinflusst. Die Wahlversprechen
wurden „in einer anderen Welt“ gemacht, hier wird explizit auf die USA
verwiesen. Der Artikel macht die Europäische Union zu einem Akteur, der weniger
von oben herab regiert, als dass die Kommission und von der Leyen auf
globalpolitische Ereignisse reagieren und im Wechselfeld zwischen zahlreichen
Akteuren stehen.
Besonders bei der SZ und FAZ wird die Ambivalenz
deutlich, der sich die EU täglich stellen muss. Allein die Komplexität, auf die
regelmäßig verwiesen wird, veranschaulicht die Schwierigkeit der Kompromissfindung. Gegenteilig
wird auf Seiten der Bild hauptsächlich auf die EU als „elitärer Akteur“
verwiesen, der mit mangelnder Erfahrung in der Praxis überbezahlt regiert. Eine
Darstellung der Europäischen Union als politischer Akteur mit internationalen
Ambivalenzen existiert in der SZ und der FAZ, die Bild suggeriert
lediglich eine Richtung: von oben nach unten.
4.3 Die Komplexität der Europäischen Union
Ein weiteres Narrativ in der Berichterstattung über die
Europäische Union betrifft die Darstellung ihrer institutionellen Komplexität. Welche Erklärungen liefern die ausgewählten
Medien für Gesetze und Entscheidungen? Hier werden keine neuen Artikel hinzugezogen, vielmehr der
Fokus auf die Süddeutsche sowie die Frankfurter Allgemeine gelegt. Die
Narrativerzählung der Bild basiert auf einer starken Vereinfachung und die
Wiederholung zentraler Deutungsmuster. Die Komplexität der Europäischen Union
ist diesen Artikeln zufolge auf die bereits erwähnten Narrative zurückzuführen:
Ein bürokratisch überladenes System mit überbezahlten Eurokraten, die durch Regelchaos die arbeitende
Bevölkerung gängeln. Eine stärkere Differenzierung findet sich konkret bei
Diesteldorf (2025,2026), Geiser & Höra (2025) und Mussler (2025).
Letzterer schreibt von der Komplexität als institutioneller Prozesslogik, also einem Resultat der zahlreichen Institutionen, die
an EU-Gesetzen beteiligt sind. Der Vergleich mit einer Hecke („Regelwerk
zurückschneiden“) arbeitet die Komplexität in der Hinsicht auf, dass die nach außen sichtbaren Entscheidungen zwar Gesetze sind (im Heckenvergleich würde man
vom „Grün“ sprechen), aber diese unmittelbar an Begleitregelungen und Verfahren
gekoppelt sind (Ästen und Zweigen) , die auch berücksichtigt werden müssen.
Diese zu reformieren, was das Ziel der EU-Kommission ohne Zweifel ist, wird
durch die administrative Komplexität erschwert (Mussler, 2025). Die EU ist
hierbei Produkt ihrer eigenen Struktur, und die Bürokratie wirkt wie ein
selbstverstärkendes System, das in ihrer Verwaltung eine Eigendynamik
entwickelt und Reformen erschwert, wie die Passage über EU-Beamte zeigt, die sich
„nicht so leicht aus ihren bisherigen bürokratischen Bahnen“ bringen lassen.
Der Fokus bei den ausgewählten Artikeln liegt auf der Erklärung der EU über
Institutionen und die Koordination ihrer Kompetenzen und zeigt die EU als
Mehrebenensystem.
Die Süddeutsche Zeitung orientiert sich stark an
dem „System sui generis“, das die EU im Wechselspiel zwischen
internationalen Akteuren und den eigenen Mitgliedsstaaten verortet. Bürokratie
ist bei Diesteldorf (2026) ein historisches Merkmal politischer Systeme und
Teil moderner Verwaltung. Dabei werden die Mitgliedstaaten genauso in Regress
gezogen wie EU-Kommission und nationale Regierungen und so das Bild des
Mehrebenensystems geschaffen.
Allgemein wird schnell klar, dass sich von den ausgewählten Medien besonders die Bild grundlegend in ihrer Darstellung von komplizierten Entscheidungen unterscheidet. Das liegt einerseits auch am jeweiligen Anspruch des Mediums, führt aber zu einer enormen Differenz gegenüber den Vergleichsbeispielen. Bei FAZ und SZ sind Anspruch und Unterscheidungen feiner. Beide Medien untersuchen die Komplexität der EU und ihren Institutionen differenzierter, hier wird je nach Thema der Fokus auf Institutionen der EU oder die Rolle der einzelnen Länder gelegt. Insgesamt wird die Europäische Union als komplexer polyvalenter Akteur dargestellt, dessen Verwaltung zwangsläufig komplex ist.
5. Theoretische Rückbettung
Die in der Analyse identifizierten Narrative lassen sich auf
zentrale Perspektiven der Politikwissenschaft auf die Europäische Union
zurückverfolgen. Dabei ist jedoch eine Vereinfachung respektive Selektion
einiger theoretischen Deutungen zu beobachten, zudem eine Hervorhebung einiger
Aspekte. Die Deutungsmuster unterscheiden sich hauptsächlich von der
journalistischen Perspektive und dem Anspruch des jeweiligen Mediums. Die
größte Diskrepanz der Analyse zeigte sich in der Kluft zwischen Boulevard- und Qualitätsjournalismus.
Dabei zeigte sich das Narrativ der Europäischen Union als
Bürokratieapparat vor allem als Vereinfachung der Integrationstheorien und dem daraus bekannten „spill-over“-Effekt. Wenn die
Integration der EU fortschreitet und neue Politikfelder
erschlossen werden, muss zwangsläufig eine Rechtsgrundlage dafür entstehen und
somit mehr Bürokratie. Der von der Bild erwähnte „Gesetze-Rekord“ (Auermann
2026) wird zwangsläufig in der Zukunft
übertroffen werden, weil mehr Bereiche geregelt werden müssen. Hier ist die
Darstellung Diesteldorfs (2026) besonders nah an der Theorie des Neofunktionalismus,
die den Bürokratieapparat als politische Notwendigkeit darstellt. Hier
fällt die Negativität der
Berichterstattung seitens der Bild auf.
Das bedeutet nicht, dass die Boulevard-Zeitung ausschließlich negativ und kritisch über die EU
berichtet, was besonders das zweite Narrativ erkennbar macht. Die Debatte um das Demokratiedefizit der EU ist auch in den ausgewählten Medien angekommen. Dabei legen Süddeutsche und Frankfurter Allgemeine den Fokus auf technokratische Elementen und die
Wechselwirkung einzelner Akteure, die in einem komplexen System wirken und von
vielerlei Richtungen beeinflusst werden. Die Bild hingegen setzt verstärkt
auf die Personifizierung und Emotionalisierung gegenüber einzelnen Akteuren,
wenn beispielsweise über Gehaltserhöhungen berichtet wird (Hoeren, 2025a).
Das dritte Narrativ der EU als komplexes politisches System entspricht am ehesten der Darstellung von Qualitätsmedien, die so auch in der Politikwissenschaft zu finden sind. Feinheiten liegen hier – abhängig von dem jeweilen Gegenstand der Berichterstattung – lediglich auf der Art und Weise, also ob es die institutionellen Verflechtungen oder die unterschiedlichen Regierungen der Nationen sind, die Einfluss nehmen. Diese prozessorientiere Berichterstattung wird dem Konzept des Mehrebenensystems gerecht, wie es sich in der Politikwissenschaft durchgesetzt hat.
Insgesamt zeigt sich, dass mediale Narrative eng mit Deutungsmustern verbunden
sind und stark auf die Charakteristika des jeweiligen Mediums zurückzuführen sind.
Boulevardmedien wie die Bild setzen vorwiegend auf emotionale
Berichterstattung und Narrative, die Konflikte entfachen und durch
Vereinfachungen dramatisieren. Die prozessorientierte Berichterstattung, wie
sie Qualitätsmedien wie FAZ und SZ pflegen, findet in der auflagenstärksten
Zeitung Deutschlands (Media Ownership Monitor Germany, 2024) nur wenig Platz.
6. Fazit
Das Ziel dieser Arbeit war die Untersuchung der Narrative
über die EU, wie sie von deutschen Medien geschaffen und verwendet werden, und wie die
Darstellungen sich zu politikwissenschaftlichen Beschreibungen verhalten. Drei zentrale Narrative lassen sich identifizieren: Die EU als Bürokratieapparat, als elitärer Machtkomplex sowie als komplexes politisches System.
Dabei ist das Bürokratienarrativ in allen Medien präsent,
die Interpretation jedoch verschieden. Bei der Bild wird die Bürokratie als
überflüssiges Regelwerk dargestellt und durch Dramatisierung sowie Zuspitzung
mit Negativität behaftet. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Süddeutsche Zeitung ordnen diese Strukturen als politisches Werkzeug und
Merkmal eines politischen System ein, wobei auch hier, wenngleich auch subtil,
eine geringere Ausprägung der Bürokratie als erstrebenswert scheint.
Das zweite Narrativ der elitären EU findet hauptsächlich im Boulevard statt. Hier wird vermehrt
auf eine Distanz zwischen „Brüssel“ und der Bevölkerung verwiesen, insbesondere
wenn von „Eurokraten“ mit hohen Gehältern die Rede ist. Qualitätsmedien greifen
Teile dieser Demokratiedefizitsdebatte auf, gewichten jedoch die Relevanz der Teile unterschiedlich.
Besonders fokussieren sich letztere auf die Darstellung des
dritten Narrativs: Die EU als komplexes politisches System.
Insbesondere der Hintergrund von Entscheidungen als Resultat komplexer
institutioneller Verfahren sowie langwierigen Kompromissfindungsprozessen wird
in diesen Medien vermittelt, was stärker den politikwissenschaftlichen Beschreibungen entspricht.
Insgesamt sind der wohl größte Faktor dieser Analyse die Medien und deren journalistische Logik. Die Diskrepanz zwischen Boulevard- und Qualitätsmedien wurde deutlich erkennbar, wobei sich die Differenzierung innerhalb der Qualitätsmedien als schwieriger herausstellte. Hier bedarf es einer tieferen Analyse, die sich speziell mit Qualitätsmedien auseinandersetzt, wobei eine Arbeit wie diese an ihre Grenzen stößt. Dabei scheint vor allem die Skandalisierung und Vereinfachung in einer schnellen Zeit an Relevanz zu gewinnen, während die Reichweite von Qualitätsmedien sinkt.
Daraus ergibt sich, dass mediale Narrative nicht nur bloße Abbildung politischer Realität sind, sondern eigenständige Konstruktionen, die maßgeblich durch journalistische Logiken geprägt sind und die öffentliche Wahrnehmung der EU formen.
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