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Samstag, 14. März 2026

EU-Planspiele im Politikunterricht - Potenziale und Grenzen

Die Komplexität und Dynamik der Europäischen Union (EU) wird von Schüler*innen häufig als schwer zu durchdringen wahrgenommen, und auch Lehrkräfte berichten über Schwierigkeiten in der Vermittlung von EU-Kompetenzen (vgl. Oberle & Leunig, 2017, S. 241). In diesem Zusammenhang stellt Detjen fest:

„Es besteht kein Zweifel: Der Gegenstand Europa ist im Politikunterricht schwer zu vermitteln“ (Detjen, 2004, S. 126).

Gleichzeitig ist der Unterrichtsgegenstand EU von zentraler Bedeutung für die politische Bildung und die Entwicklung von politischen Kompetenzen in der Schule (vgl. Schöne, 2021, S. 88). Vor diesem Hintergrund wird zunehmend der Einsatz von Planspielen für die Auseinandersetzung mit der Europäischen Union in der Schule diskutiert (vgl. Dierßen & Rappenglück, 2015, S. 223). Daher werden in dieser Seminararbeit Planspiele als Methode für die EU-Bildung genauer betrachtet. Die Seminararbeit setzt sich zum Ziel, folgende Frage zu beantworten: Welche Potenziale und Grenzen weisen Planspiele als Methode für die EU-Bildung im Politikunterricht auf?

Zur Beantwortung der Fragestellung werden als Ausgangspunkt zunächst die Relevanz, Legitimationsgrundlagen und Herausforderungen der EU-Bildung im Politikunterricht genauer beleuchtet. Daraufhin wird der Fokus auf europabezogene Planspiele im Politikunterricht gesetzt. Dabei werden begriffliche und theoretische Grundlagen, didaktische Überlegungen sowie grundlegende Merkmale und die Durchführung von Planspielen erläutert. Im Anschluss werden Potenziale, wie die Vermittlung der Komplexität der EU, ein umfangreicher Kompetenzerwerb und die Förderung von politischer Partizipation von Schüler*innen diskutiert. Anschließend werden Grenzen von Planspielen, wie Herausforderungen der notwendigen Komplexitätsreduktion, die Herstellung eines europäischen Bewusstseins und schulische Rahmenbedingungen näher betrachtet. Daraufhin werden ausgewählte Angebote und Beispiele von europabezogenen Planspielen vorgestellt. Abschließend wird ein Fazit gezogen und der Einsatz von Planspielen für die schulische EU-Bildung reflektiert.

Mittwoch, 28. Februar 2024

"Es ist dein Europa" - Theaterstück in Stuttgart

Am Dienstag, den 26. März 2024, findet um 19:00 Uhr in der Volkshochschule Stuttgart, TREFFPUNKT Rotebühlplatz (Rotebühlplatz 28, 70173 Stuttgart) eine Veranstaltung zur EU im Vorfeld der Wahlen zum Europäischen Parlament statt: "Es ist dein Europa - Biografie einer einzigartigen Kulturgemeinschaft - Theaterstück mit anschließender Diskussion". Mit dabei sind Sarah Zickler, Generalsekretärin Liberaler Mittelstand e.V., und Dr. Ragnar Müller, Politikwissenschaftler. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier: https://shop.freiheit.org/#!/Veranstaltung/z11ez.

Zum Thema: „Wir haben in Europa einen dauerhaften Frieden geschaffen, der auf die Versöhnung von Erzfeinden gegründet ist. Das ist ein historisches Beispiel für die Welt.“ Mit diesen Worten hat der ehemalige EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso die Erfolgsgeschichte der Europäischen Union zusammengefasst. Führende europäische Persönlichkeiten waren nach der Katastrophe des Zweiten Weltkiegs überzeugt, dass politische, soziale und wirtschaftliche Probleme nur grenzüberschreitend gelöst werden können. Es folgte ein einmaliger europäischer Integrationsprozess, dem wir Wohlstand und Frieden verdanken. Viel wird im Jahr der Europawahl über Europa gesprochen. Im Theaterstück des Wortkinos ergreift sie nun selbst das Wort. Sie berichtet, wie sie den Kontinent erlebt und appelliert an die Europäerinnen und Europäer, strapazierfähig, temperamentvoll, leidensfähig und geduldig zu sein. Ihre Freundin, die Muse Polyhymnia, singt a capella ein einzigartiges Potpourri von 32 charakteristischen Liedern aus unterschiedlichen Regionen Europas in Originalsprache.

Mittwoch, 15. November 2023

Projekt "Europe in the Classroom"

In dem Projekt „Europe in the Classroom“ geht es darum, Lehrkräfte, Studierende und Bildungsexpert*innen zusammenzubringen, um über aktuelle Themen der europapolitischen Bildung zu diskutieren und voneinander zu lernen. Hierfür gibt es dieses Jahr noch drei kurze, digitale Workshops. Man kann an allen Terminen teilnehmen, es ist aber auch möglich, sich einzeln anzumelden:

  • 16.11.2023 : Europabildung – Wo stehen wir und wo wollen wir hin? Eine Bedarfsaufnahme
  • 29.11.2023 : Unboxing Europe - Gemeinsam Europa verstehen
  • 30.11.2023: EP Wahlen 2024 - Befähigung junger Menschen zur aktiven Teilhabe

Der erste Workshop fokussiert auf einer Bedarfserfassung. Wo stehen wir und wo wollen wir hin mit Blick auf das Thema „Europakompetenzen“? Die Ergebnisse des Workshops, der vor allem auf dem Austausch zwischen den Teilnehmenden basiert, bilden die Grundlage für Angebote im Jahr 2024. Im zweiten Workshop wird praktisch mit der digitalen Toolbox von Unboxing Europe gearbeitet. Dabei lernt man diverse Einsatzmöglichkeiten der Unterrichtsmaterialien kennen. Im Anschluss an verschiedene Testphasen werden Umsetzungsideen diskutiert und gemeinsame Ideen formuliert. Der dritte und letzte Workshop der Reihe wirft einen Blick in die Zukunft. Unterstützt von Expert*innen aus dem Bereich Jugend sprechen wir über die Wahlen 2024 und diskutieren, wie der Bildungsbereich junge Menschen mit Blick auf die kommenden Wahlen unterstützen und befähigen kann.

Dienstag, 6. Juli 2021

EU-Berichterstattung und Euroskeptizismus

In diesem Beitrag stellt Laura Schulz folgenden Aufsatz vor:

Galpin, Charlotte / Trenz, Hans-Jörg (2018): Die Euroskeptizismus-Spirale: EU-Berichterstattung und Medien-Negativität; in: Österreich Z Soziol 43, S. 147–172, online unter: https://doi.org/10.1007/s11614-018-0294-x.

Galpin und Trenz gehen in ihrem Beitrag der Frage nach, ob die mediale Darstellung der EU in den Nachrichten eine „Euroskeptizismus-Spirale“ erzeugt, in der sich Nachfrage an Negativitätskriterien und Nachrichtenangebot anpassen, so dass die Delegitimierung des europäischen Integrationsprojekts verstärkt wird.

Im Rahmen der Wahlen zum Europäischen Parlament im Jahr 2014 waren länderübergreifende Erfolge euroskeptischer Parteien zu beobachten. Die negative Berichterstattung zum Thema EU kann nach Galpin und Trenz auch auf deren Mobilisierungsstrategien zurückgeführt werden, die die Krise Europas nutzten, um Stimmen der Bürger*innen für sich zu gewinnen.